Grünes Licht für die ersten Nachtzüge!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hieß die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg am Bahnhof Siegburg die neuen nächtlichen S-Bahnen mit einem Gläschen Sekt willkommen. Zwar kam der Zug aus Köln mit 15 Minuten Verspätung in Siegburg an, doch das trübte die Freude nur wenig. Denn seit dem Fahrplanwechsel gibt es in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen zwischen Köln und Windeck Nachtverkehr bis etwa fünf Uhr morgens.

Die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg begrüßt dies ausdrücklich. Vom neuen Angebot profitieren die vielen Nachtschwärmer, die gerne länger unterwegs sind – also insbesondere auch Jugendliche. Die neuen Fahrten stehen aber wegen der Mittelkürzungen beim Nahverkehr durch schwarz-rot im Bund und schwarz-gelb im Land wohl auf wackeligen Beinen – hoffentlich werden die neuen Verbindungen langfristig bereitgestellt!

Allerdings ist die GRÜNE JUGEND nicht vollkommen zufrieden mit dem jetzigen Zustand, wie ihr Sprecher Heiko Wolf (23) erklärt:

“Der Nachtverkehr darf nicht an den Bahnhöfen der Region aufhören. Der Rhein-Sieg-Kreis muss bei der bald anstehenden Überarbeitung des Nahverkehrsplanes endlich flächendeckend Nachtbusse in das Angebot aufnehmen! Sonst ist für Fahrgäste, die zurück in ihren ländlichen Heimatort fahren wollen, am S-Bahnhof Endstation. Die Forderung nach Nachtbussen hat ihre Berechtigung – erst recht, wenn zum neuen Jahr wieder die Fahrpreise kräftig erhöht werden!”

Gemeinsam gegen HIV/AIDS

Die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg hat zum Welt-Aids-Tag in der Siegburger Innenstadt ihre Solidarität im Kampf gegen HIV/AIDS bekundet. Die 200 Flyer mit roter Stoffschleife und Kondom, die an Jugendliche verteilt wurden, waren in kurzer Zeit vergriffen.
Sprecher Heiko Wolf erklärt:

“Der Welt-Aids-Tag ist für uns ein ein Zeichen der Solidarität mit Infizierten und Kranken. Aber auch eine klare Aufforderung an Politikerinnen und Politiker sich für den Kampf gegen HIV/AIDS einzusetzen und finanzielle Mittel für Aufklärung und Behandlung bereit zu stellen.”

Im verteilten Fyler positioniert sich die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg aber auch kritisch zur aktuellen Situation und fordert:

  1. Es müssen mehr Mittel für den Präventionsbereich zur Verfügung gestellt werden, statt die ohnehin knappen Mittel zu kürzen. Das betrifft nicht nur die AIDS-Hilfen, sondern auch Projekte, die Spritzenautomaten anbieten, die Drogensüchtige vor einer Ansteckung über den Austausch von Spritzbestecken schützten.
  2. Die Präventionsarbeit muss neu gestaltet werden und neue Wege beschreiten. Weg von den braven, bunten Plakaten, hin zur oft grausamen Realität. Prävention muss aufrütteln und sensibilisieren, nicht belustigen!
  3. In einem ersten Schritt sollen Kondome in öffentlichen Einrichtungen – vor allem an Schulen – kostenlos ausgelegt werden. Dies würde sowohl das Risiko ungewollter Schwangerschaften unter jungen Mädchen als auch das Risiko einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten reduzieren.
  4. Die Risiken einer HIV-Infektion und der Schutz vor einer Ansteckung müssen im Schulunterricht ebenso thematisiert werden, wie z.B. in Jugendgruppen. Die LehrerInnen und JugendleiterInnen müssen entsprechend geschult werden.
  5. Prävention muss sich stärker an den unterschiedlichen Zielgruppen orientieren. Neben fremdsprachlichem Material müssen auch Materialien für Kinder bereitgestellt werden. Aufklärung ist der einzige Weg zu einer Eindämmung von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten und zu einem toleranten und vorurteilsfreien Umgang mit Infizierten.

Junge Union: Familienbild von Vorgestern…

Zur Position der JUNGEN UNION Rhein-Sieg, Lebenspartnern die Adoption verbieten zu wollen und Familien zum Beispiel durch Vorteile in der Rentenversicherung besser stellen zu wollen (Rhein-Sieg-Rundschau vom 02.08.2006), erklärt Johanna Kremer (19) aus Königswinter, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg:

“Wenn die JUNGE UNION von einer modernen Familie spricht, hat sie in Wirklichkeit den werktätigen Vater und die Mutter als Heimchen am Herd im Sinn. Bei den steinzeitlichen Ansichten des CDU-Nachwuchses über die moderne Familie frage ich mich, welche Altersgrenze die JUNGE UNION eigentlich hat. Der Gesellschaftswandel hat auch zwischen Rhein und Sieg nicht halt gemacht. Wir bei der GRÜNEN JUGEND sehen Familie an jedem geborgenen Ort, wo Kinder aufwachsen. Dazu zählen neben allein erziehenden Eltern auch Patchworkfamilien oder Lebenspartnerschaften.”

Heiko Wolf (23) aus Lohmar, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg, ergänzt:

“Die von der JUNGEN UNION vorgeschlagenen Besserstellungen in der Rentenversicherung bringen zum Beispiel Selbstständigen und Freiberuflern gar nichts, diese Idee der JUNGEN UNION taugt also nur was für die Tonne. Viel sinnvoller sind meiner Ansicht nach erweiterte und flexiblere Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder vor Ort hier im Rhein-Sieg-Kreis, damit Eltern auch über Mittag und am Nachmittag arbeiten gehen können. Das würde allen Erwerbstätigen gleichermaßen helfen!”

Zum Festhalten am Verbot der Adoption für Lebenspartnerschaften meint Heiko Wolf schließlich:

“Ich finde, dass die JUNGE UNION da eine sehr verkrampfte Sicht der Dinge hat. Man wird nicht verhindern können, dass Lebenspartner bald Kinder adoptieren dürfen, höchstens etwas hinauszögern. Viele unserer Nachbarn sind da wie so oft etwas weiter – in Belgien, England, den Niederlanden, Schweden und Spanien geht das nämlich schon. Und das ist auch gut so.”

Röttgen bewahrt kühlen Kopf!

Zur Entscheidung von Norbert Röttgen (CDU), doch nicht parallel zu seinem Bundestagsmandat auch noch als Hauptgeschäftsfhrer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie tätig zu werden, erklärt Julian Dopstadt (20) aus Bornheim, Vorstandsmitglied der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg:

“Norbert Röttgen vollbringt eine seiner bislang größten Leistungen. Er bewahrt trotz des schwülen Wetters einen kühlen Kopf. Der große Druck von außerhalb scheint gewirkt zu haben und unser Bundestagsabgeordneter lenkt doch noch ein. Das Nebenher von CDU-Mandat und BDI-Job wäre intransparent und sehr doppelzüngig gewesen.”

Heiko Wolf (23) aus Lohmar, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg, ergänzt:

“Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing – das weiß auch der Volksmund. Klar gibt es hinter den Kulissen in Berlin und anderswo Lobbyarbeit. Doch Norbert Röttgen hat sein Doppelspiel rechtzeitig beendet, bevor es richtig begann. Fast könnte man ihn für seine Einsicht loben.”

Chancengleichheit wird aufs Spiel gesetzt

Zur Verabschiedung der schwarz-gelben Schulgesetznovellierung erklärt Heiko Wolf (23) aus Lohmar, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg:

“Das neue Schulgesetz wird Chancengleichheit behindern. Bereits benachteiligte Schülerinnen und Schüler werden es noch schwerer haben, gute Bildungsabschlüsse zu erlangen. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen gibt es faktisch nicht mehr. Die Chance, die zu frühe Selektion der Grundschulkinder für die weiterführenden Schulen durch ein längeres gemeinsames Lernen nach hinten zu verschieben, hat die Landesregierung verpasst.”

Johanna Kremer (19) aus Königswinter, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg, ergänzt:

“Die Interessen der Kommunen als Schulträger wurden von CDU und FDP übergangen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ihr zentrales Anliegen, die Grundschulbezirke zu erhalten oder die Entscheidung darüber wenigsten den Kommunen selbst zu überlassen, wurde ignoriert. Kommunen in ganz NRW, selbst die kommunalpolitische Vereinigung der CDU, warnten vor einer zunehmenden Gettoisierung und sozialer Spaltung. Der Landesregierung sind diese Folgen ihrer undurchdachten Konzepte offensichtlich egal.

Und das trifft offensichtlich auch auf den CDU-Abgeordneten Michael Solf zu, der im Vorfeld stets gefordert hatte, von der Aufhebung der Grundschulbezirke abzusehen, und diesem Punkt des Schulgesetzes im Abstimmungsverfahren ausdrücklich zustimmte.

Die Verabschiedung wenige Tage vor den Sommerferien ist zudem eine Zumutung für die Schulen, die Eltern und auch die Schülerinnen und Schüler. Erst auf den letzten Drücker war klar, wie es nach den Ferien weiter gehen soll. Da ist in den Schulen in NRW Chaos vorprogrammiert.”

Aktion in Köln: Adidas muss ausbilden!

Die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg hat ihre Freundinnen und Freunde der GRÜNEN JUGEND Köln bei ihrer Aktion am 30.06.2006 in der Kölner Ehrenstraße vor der örtlichen Adidas-Filiale unterstützt.

Die Aktion fand im Rahmen der grünen Kampagne zur katastrophalen Ausbildungssituation bei Adidas bei strahlendem Sonnenschein kurz vor Beginn des deutschen Viertelfinal-Spieles statt. Adidas, der auch die deutsche Mannschaft mit Trikots ausstattet, hat zwar 2.600 Beschäftigte – aber gerade mal 17 Auszubildende unter Vertrag. Damit ist der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach negativer Spitzenreiter bei den im Börsenindex DAX notierten Unternehmen.

Gewalt gegen Homosexuelle in Moskau

Wir verurteilen die Missachtung der Menschenrechte durch den russischen Staat am 27.05.2006 in Moskau. Die Bilder haben uns erschüttert und die schwierige Lage von Minderheiten innerhalb Russlands deutlich gemacht. Auch Menschen mit alternativen Lebensentwürfen haben das Recht, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und müssen dabei den Schutz der staatlichen Sicherheitsbehörden genießen.

Wir sind für Freiheit, Vielfalt und Minderheitenschutz. Was Volker Beck in Moskau passiert ist, widerspricht krass unseren Ansichten und der Vorstellung von allgemeingültigen Menschenrechten. Wir sind beeindruckt von seiner Zivilcourage und solidarisieren uns mit Volker Beck.