Röttgen bewahrt kühlen Kopf!

Zur Entscheidung von Norbert Röttgen (CDU), doch nicht parallel zu seinem Bundestagsmandat auch noch als Hauptgeschäftsfhrer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie tätig zu werden, erklärt Julian Dopstadt (20) aus Bornheim, Vorstandsmitglied der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg:

“Norbert Röttgen vollbringt eine seiner bislang größten Leistungen. Er bewahrt trotz des schwülen Wetters einen kühlen Kopf. Der große Druck von außerhalb scheint gewirkt zu haben und unser Bundestagsabgeordneter lenkt doch noch ein. Das Nebenher von CDU-Mandat und BDI-Job wäre intransparent und sehr doppelzüngig gewesen.”

Heiko Wolf (23) aus Lohmar, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg, ergänzt:

“Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing – das weiß auch der Volksmund. Klar gibt es hinter den Kulissen in Berlin und anderswo Lobbyarbeit. Doch Norbert Röttgen hat sein Doppelspiel rechtzeitig beendet, bevor es richtig begann. Fast könnte man ihn für seine Einsicht loben.”

Chancengleichheit wird aufs Spiel gesetzt

Zur Verabschiedung der schwarz-gelben Schulgesetznovellierung erklärt Heiko Wolf (23) aus Lohmar, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg:

“Das neue Schulgesetz wird Chancengleichheit behindern. Bereits benachteiligte Schülerinnen und Schüler werden es noch schwerer haben, gute Bildungsabschlüsse zu erlangen. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen gibt es faktisch nicht mehr. Die Chance, die zu frühe Selektion der Grundschulkinder für die weiterführenden Schulen durch ein längeres gemeinsames Lernen nach hinten zu verschieben, hat die Landesregierung verpasst.”

Johanna Kremer (19) aus Königswinter, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rhein-Sieg, ergänzt:

“Die Interessen der Kommunen als Schulträger wurden von CDU und FDP übergangen, ohne mit der Wimper zu zucken. Ihr zentrales Anliegen, die Grundschulbezirke zu erhalten oder die Entscheidung darüber wenigsten den Kommunen selbst zu überlassen, wurde ignoriert. Kommunen in ganz NRW, selbst die kommunalpolitische Vereinigung der CDU, warnten vor einer zunehmenden Gettoisierung und sozialer Spaltung. Der Landesregierung sind diese Folgen ihrer undurchdachten Konzepte offensichtlich egal.

Und das trifft offensichtlich auch auf den CDU-Abgeordneten Michael Solf zu, der im Vorfeld stets gefordert hatte, von der Aufhebung der Grundschulbezirke abzusehen, und diesem Punkt des Schulgesetzes im Abstimmungsverfahren ausdrücklich zustimmte.

Die Verabschiedung wenige Tage vor den Sommerferien ist zudem eine Zumutung für die Schulen, die Eltern und auch die Schülerinnen und Schüler. Erst auf den letzten Drücker war klar, wie es nach den Ferien weiter gehen soll. Da ist in den Schulen in NRW Chaos vorprogrammiert.”

Aktion in Köln: Adidas muss ausbilden!

Die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg hat ihre Freundinnen und Freunde der GRÜNEN JUGEND Köln bei ihrer Aktion am 30.06.2006 in der Kölner Ehrenstraße vor der örtlichen Adidas-Filiale unterstützt.

Die Aktion fand im Rahmen der grünen Kampagne zur katastrophalen Ausbildungssituation bei Adidas bei strahlendem Sonnenschein kurz vor Beginn des deutschen Viertelfinal-Spieles statt. Adidas, der auch die deutsche Mannschaft mit Trikots ausstattet, hat zwar 2.600 Beschäftigte – aber gerade mal 17 Auszubildende unter Vertrag. Damit ist der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach negativer Spitzenreiter bei den im Börsenindex DAX notierten Unternehmen.