Gemeinsam gegen HIV/AIDS

Die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg hat zum Welt-Aids-Tag in der Siegburger Innenstadt ihre Solidarität im Kampf gegen HIV/AIDS bekundet. Die 200 Flyer mit roter Stoffschleife und Kondom, die an Jugendliche verteilt wurden, waren in kurzer Zeit vergriffen.
Sprecher Heiko Wolf erklärt:

“Der Welt-Aids-Tag ist für uns ein ein Zeichen der Solidarität mit Infizierten und Kranken. Aber auch eine klare Aufforderung an Politikerinnen und Politiker sich für den Kampf gegen HIV/AIDS einzusetzen und finanzielle Mittel für Aufklärung und Behandlung bereit zu stellen.”

Im verteilten Fyler positioniert sich die GRÜNE JUGEND Rhein-Sieg aber auch kritisch zur aktuellen Situation und fordert:

  1. Es müssen mehr Mittel für den Präventionsbereich zur Verfügung gestellt werden, statt die ohnehin knappen Mittel zu kürzen. Das betrifft nicht nur die AIDS-Hilfen, sondern auch Projekte, die Spritzenautomaten anbieten, die Drogensüchtige vor einer Ansteckung über den Austausch von Spritzbestecken schützten.
  2. Die Präventionsarbeit muss neu gestaltet werden und neue Wege beschreiten. Weg von den braven, bunten Plakaten, hin zur oft grausamen Realität. Prävention muss aufrütteln und sensibilisieren, nicht belustigen!
  3. In einem ersten Schritt sollen Kondome in öffentlichen Einrichtungen – vor allem an Schulen – kostenlos ausgelegt werden. Dies würde sowohl das Risiko ungewollter Schwangerschaften unter jungen Mädchen als auch das Risiko einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten reduzieren.
  4. Die Risiken einer HIV-Infektion und der Schutz vor einer Ansteckung müssen im Schulunterricht ebenso thematisiert werden, wie z.B. in Jugendgruppen. Die LehrerInnen und JugendleiterInnen müssen entsprechend geschult werden.
  5. Prävention muss sich stärker an den unterschiedlichen Zielgruppen orientieren. Neben fremdsprachlichem Material müssen auch Materialien für Kinder bereitgestellt werden. Aufklärung ist der einzige Weg zu einer Eindämmung von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten und zu einem toleranten und vorurteilsfreien Umgang mit Infizierten.